Innovative mittelständische Unternehmen sind weniger von der Finanzkrise betroffen als andere Unternehmen. Zudem lassen sie sich fast nicht von der schlechten Stimmung anstecken.
Das sind zwei Ergebnisse einer Studie des Benchmarking-Dienstleisters compamedia unter 305 Geschäftsführern mittelständischer Unternehmen. Compamedia ist Veranstalter der "Top 100"-Wettbewerbe. Die befragten Unternehmen gehören zum Kreis der "Top 100" der Jahre 2005 bis 2008.
Optimistischer in turbulenten Zeiten
Demnach geht es knapp 55 Prozent der befragten Firmen besser im Vergleich zu anderen Unternehmen der jeweils selben Branche. Als Grund hätten 45,8 Prozent ihre besondere Innovationskraft angegeben.
Knapp ein Viertel der Firmen habe die Krise nicht kalt erwischt. Strategien und Pläne steckten bereits in der Schublade, als die Turbulenzen begannen.
Ein weiterer Erfolgsfaktor: die Betätigung in einer Marktnische, wie 22,9 Prozent der Befragten sagten.
Abkopplung durch Strategie
Das Mittel der Mittelständler gegen die direkten Folgen der Bankenkrise: Eigenfinanzierung. 29,2 Prozent verfolgten diese Strategie.
Die Mittelständler bauen laut Studie gezielt Liquidität auf, um ihren langfristigen Kurs fortsetzen zu können. Das schaffe Sicherheit und mache unabhängig vom Finanzierungsverhalten der Banken.
Nicht ganz immun
Ganz immun gegen die Wirkungen der Finanzkrise seien die Firmen dennoch nicht, so Silke Masurat, Geschäftsführerin von compamedia. Das zeige die Einschätzung der Entwicklung des kommenden halben Jahres: 47 Prozent der Befragten rechneten mit einer Stagnation, 34 Prozent erwarteten eine Verschlechterung der Verhältnisse.
Die Folge: Auch die besten Unternehmen könnten sich nicht vollständig von den Folgen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage lösen. 58,3 Prozent der befragten Geschäftsführer erwarteten daher Umsatzeinbußen. Aber auch eine verschlechterte Zahlungsmoral und ein Rückgang der Margen könnten mögliche Folgen sein.
Zur Pressemeldung von compamedia