Ein Formatieren der Festplatte reicht nicht aus, um Daten vollständig zu entfernen. Darauf sollten Sie jedoch großen Wert legen, wenn Sie Ihren Rechner an Unbekannte weiterverkaufen. Lesen Sie hier, wie Sie die Daten von der Festplatte entfernen.
Durch ein unvollständiges Löschen der Festplatte riskiere man, dass sensible Daten in die Hände Unbekannter gelangen, berichtet
netzzeitung.de. Das Portal gibt Tipps für das richtige Löschen der Festplatte.
Formatieren allein reicht nicht
Das Formatieren entferne lediglich die Tabelle, in der die Dateien enthalten sind. Die Informationen aber seien noch enthalten.
Um die Festplatte vollständig zu löschen, sollten spezielle Programme verwendet werden. Diese würden die Daten mit zufälligen Mustern und Zeichen überschreiben. Erhältlich seien die kostenlosen Programme zum Beispiel auf den Seiten des
BSI.
CD oder USB-Stick
Laut netzzeitung.de können die Programme entweder von einer Festplatte oder von einer CD geladen werden. Eine andere Möglichkeit sei das Booten vom USB-Stick. Dafür müsse das Betriebssystem auf dem Stick installiert werden – was aufwendiger ist, als das Laden von CD.
Mehrmals überschreiben
Bei PCs ohne Betriebssystem könne ein entsprechendes Programm auf einen anderen Rechner geladen und gespeichert werden. Anschließend werde es auf CD gebrannt – und damit die Festplatte des ursprünglichen Rechners überschrieben.
Ein einmaliges Überschreiben reiche dabei normalerweise aus. Trotzdem sollten Privatanwender den sicheren Weg wählen – und die Festplatte zwei- bis dreimal überschreiben, rät netzzeitung.de.
Hochsicherheitsdaten zerstören
Wolle man Daten absolut sicher löschen, bleibe nur die physische Zerstörung. Der Grund: Nach einiger Zeit entstünden auf Festplatten sogenannte "bad sectors" – Bereiche, die mit Software-Programmen nicht mehr überschrieben werden können.
Bei Hochsicherheitsdaten, wie zum Beispiel in forensischen Instituten, sei das bloße Überschreiben zu unsicher. Schlussfolgerung: die Festplatte zerstören.
Verschlüsseln als Vorbeugung
Wem das Überschreiben der Daten zu mühselig ist, könne diese schon im Vorfeld verschlüsseln. Vorteil: Werden Daten später nicht vollständig gelöscht, ließen sie sich zumindest nicht auslesen.
Zur Originalmeldung auf netzzeitung.de