Mobile Award
Projektleiter vs. Teilnehmer
Eine Innen- und Außensicht des Mobile Awards
Einmal CEO auf Probe: beim Detecon Mobile Award kein Problem. Beim Unternehmensplanspiel üben Studenten das Unternehmertum. Und was bringt es? Ein Projektleiter und ein ehemaliger Teilnehmer geben Antworten.
Mobile-Award-Projektleiter Stefan Kistler und Alexander Meissner, ehemaliger Teilnehmer, zeigen ihre Sicht der Dinge im Interview.
Die Sicht von Innen
Stefan Kistler (28) ist Business Analyst im Bereich Strategy and Marketing bei Detecon – und einer von zwei Projektleitern des Mobile Awards. Er spricht über die Besonderheiten des Wettbewerbs.
Was ist das Besondere am Detecon Mobile Award?
S. Kistler: "Der Detecon Mobile Award ist das größte Internet-Planspiel in Deutschland. Jeder Teilnehmer trifft wie ein CEO Entscheidungen und steuert damit maßgeblich die Geschicke eines Unternehmens. Spezielle Herausforderungen sind mobile Technologien, die in Form von Projekten umgesetzt werden können.
Im Mittelpunkt dieses Jahres steht das Lifestyle-Magazin ‚Go-For-It’. Das Magazin muss einen eigenen Mobilfunkanbieter gründen, um neue Zielgruppen zu erreichen. Der CEO muss nun fiktiv vier Jahre lang strategische und operative Maßnahmen treffen."
Was macht den besonderen Reiz des Spiels aus – gerade für Studenten?
S. Kistler: "Zum Beispiel die "Challenge a friend"-Funktion, bei der ein Teilnehmer direkt gegen einen oder mehrere Bekannte antritt.
Reizvoll sind in diesem Jahr sicherlich auch die Möglichkeiten von modernen mobilen Endgeräten, den Smartphones. Als CEO der Mobilfunksparte von ‚Go-For-It’ gilt es auch zu entscheiden, welche Applikationen und Programme für dieses mobile Endgerät entwickelt und eingeführt werden sollen. Dies ähnelt Aufgaben in klassischen IT-Unternehmen.
Das ist besonders für Informatik-Studenten interessant. Neben handwerklicher IT-Kompetenz werden in der Wirtschaft auch immer stärker betriebswirtschaftliche Fähigkeiten abverlangt. Diese Fähigkeiten lassen sich beim Planspiel fördern und trainieren."
Was sollten Studierende mitbringen, um beim Mobile Award gut abzuschneiden?
S. Kistler: "Vor allem gutes analytisches Denken – um sich in Themen einzuarbeiten und die Hebel zu identifizieren, die den Unternehmenserfolg ermöglichen. Auch ein gutes Abstraktionsvermögen ist von Vorteil, um sich in kurzer Zeit auf die tatsächlich wichtigen Dinge fokussieren zu können."
Welche Aufgaben erwarten die Teilnehmer konkret während des Planspiels?
S. Kistler: "Der Teilnehmer muss Trends der Zukunft erkennen und in diese investieren. Dazu verwaltet der Teilnehmer auch das Budget – erhöht also beispielsweise Ausgaben für das Marketing, um mehr Kunden zu akquirieren, und senkt dafür das Budget für Redakteure. Oder anders herum."
Was erwartet die Teilnehmer im Finale und danach?
S. Kistler: "Im Finale treffen die besten Teilnehmer an zwei Tagen aufeinander. Die Finalisten werden von Wirtschaftsexperten und erfahrenen Detecon-Beratern gecoacht und bearbeiten praxisnahe Fallstudien, die anschließend präsentiert und bewertet. Die Gewinner fliegen ins Silicon Valley und erhalten hier einen direkten Einblick in künftige Technologien und Geschäftsmodelle."
Die Sicht von Außen
Alexander Meissner war 2006 Teilnehmer am Mobile Award. Über einen Aushang seiner Universität (FH Bonn Rheinbach Sieg) wurde der damalige Student der Business Administration auf den Wettbewerb aufmerksam – nahm teil – wurde Zweiter – absolvierte anschließend gleich noch ein sechsmonatiges Praktikum bei Detecon - und arbeitet heute dort als regulärer Berater.
Und das ist seine Sicht des Wettbewerbs:
Was war Ihre Motivation, am Planspiel teilzunehmen?
Alexander Meissner: "Zunächst einmal Neugier, wie so ein Unternehmensplanspiel überhaupt funktioniert. Daneben war natürlich ein nicht unerheblicher Faktor die Größe des Planspiels und damit die Möglichkeit, mit Studierenden verschiedenster Universitäten aus ganz Deutschland zu spielen. Ist natürlich auch immer ein Schuss Ehrgeiz im Spiel."
Wie sind Sie das Planspiel angegangen?
Alexander Meissner: "Ich habe gemeinsam mit einem Kommilitonen gespielt. Am Anfang der Spielrunden haben wir immer eine grundsätzliche Strategie festgelegt – die lautete in etwa: Wir möchten jede Runde die Preise um 5 bis 10 Prozent senken und eine Kapitalrentabilität von X erreichen. Dabei wollten wir das Technologie-Level leicht über dem Wettbewerbsschnitt halten.
Dann sind wir in die operative Planung für jede Runde eingestiegen. Wir haben uns nach und nach Excel-Tools aufgebaut und natürlich auch ein Gefühl für das Spiel entwickelt."
Gab es während des Planspiels besonders schwere Entscheidungen?
Alexander Meissner: "Klar. Gerade das Handeln unserer Wettbewerber hat uns als große Unbekannte ständig umgetrieben. Auch die strategische Festlegung für die nächsten Runden war eine Herausforderung. Aber das macht ja auch den Spaß aus."
Gab es ein besonders einprägsames Ereignis während des Planspiels?
Alexander Meissner: "Es gab einige emotionale Momente. Besonders während und nach dem Finale. Während des Finales galt es, zwei Cases zu bearbeiten. Das für sich war schon eine Herausforderung und vor der Präsentation waren wir schon sehr aufgeregt. Umso glücklicher waren wir über den zweiten Platz. Auf meinem Studien- und Berufsweg kann ich mich an keinen Moment erinnern, in dem ich mich mehr gefreut habe."
Haben Sie 2006 damit gerechnet, ins Finale zu kommen und dann weit vorne zu landen?
Alexander Meissner: "Gehofft: Ja. Gerechnet: Nein."
Warum würden Sie Studierenden raten, am Mobile Award teilzunehmen?
Alexander Meissner: "Zunächst ist der Mobile Award eine tolle Simulation. Ich bekomme ein Gefühl dafür, was es bedeutet Manager zu sein. Daneben macht der Wettbewerb zwischen den Teams einfach Spaß und ist nicht zuletzt ein guter Türöffner für eine Karriere in der Beratungsbranche."
Mehr zum Mobile Award 2009 erfahren Sie im Wettbewerbseintrag oder unter www.mobile-award.de.
Mobile-Award-Projektleiter Stefan Kistler und Alexander Meissner, ehemaliger Teilnehmer, zeigen ihre Sicht der Dinge im Interview.
Die Sicht von Innen

Stefan Kistler
Was ist das Besondere am Detecon Mobile Award?
S. Kistler: "Der Detecon Mobile Award ist das größte Internet-Planspiel in Deutschland. Jeder Teilnehmer trifft wie ein CEO Entscheidungen und steuert damit maßgeblich die Geschicke eines Unternehmens. Spezielle Herausforderungen sind mobile Technologien, die in Form von Projekten umgesetzt werden können.
Im Mittelpunkt dieses Jahres steht das Lifestyle-Magazin ‚Go-For-It’. Das Magazin muss einen eigenen Mobilfunkanbieter gründen, um neue Zielgruppen zu erreichen. Der CEO muss nun fiktiv vier Jahre lang strategische und operative Maßnahmen treffen."
Was macht den besonderen Reiz des Spiels aus – gerade für Studenten?
S. Kistler: "Zum Beispiel die "Challenge a friend"-Funktion, bei der ein Teilnehmer direkt gegen einen oder mehrere Bekannte antritt.
Reizvoll sind in diesem Jahr sicherlich auch die Möglichkeiten von modernen mobilen Endgeräten, den Smartphones. Als CEO der Mobilfunksparte von ‚Go-For-It’ gilt es auch zu entscheiden, welche Applikationen und Programme für dieses mobile Endgerät entwickelt und eingeführt werden sollen. Dies ähnelt Aufgaben in klassischen IT-Unternehmen.
Das ist besonders für Informatik-Studenten interessant. Neben handwerklicher IT-Kompetenz werden in der Wirtschaft auch immer stärker betriebswirtschaftliche Fähigkeiten abverlangt. Diese Fähigkeiten lassen sich beim Planspiel fördern und trainieren."
Was sollten Studierende mitbringen, um beim Mobile Award gut abzuschneiden?
S. Kistler: "Vor allem gutes analytisches Denken – um sich in Themen einzuarbeiten und die Hebel zu identifizieren, die den Unternehmenserfolg ermöglichen. Auch ein gutes Abstraktionsvermögen ist von Vorteil, um sich in kurzer Zeit auf die tatsächlich wichtigen Dinge fokussieren zu können."
Welche Aufgaben erwarten die Teilnehmer konkret während des Planspiels?
S. Kistler: "Der Teilnehmer muss Trends der Zukunft erkennen und in diese investieren. Dazu verwaltet der Teilnehmer auch das Budget – erhöht also beispielsweise Ausgaben für das Marketing, um mehr Kunden zu akquirieren, und senkt dafür das Budget für Redakteure. Oder anders herum."
Was erwartet die Teilnehmer im Finale und danach?
S. Kistler: "Im Finale treffen die besten Teilnehmer an zwei Tagen aufeinander. Die Finalisten werden von Wirtschaftsexperten und erfahrenen Detecon-Beratern gecoacht und bearbeiten praxisnahe Fallstudien, die anschließend präsentiert und bewertet. Die Gewinner fliegen ins Silicon Valley und erhalten hier einen direkten Einblick in künftige Technologien und Geschäftsmodelle."
Die Sicht von Außen

Alexander Meissner
Und das ist seine Sicht des Wettbewerbs:
Was war Ihre Motivation, am Planspiel teilzunehmen?
Alexander Meissner: "Zunächst einmal Neugier, wie so ein Unternehmensplanspiel überhaupt funktioniert. Daneben war natürlich ein nicht unerheblicher Faktor die Größe des Planspiels und damit die Möglichkeit, mit Studierenden verschiedenster Universitäten aus ganz Deutschland zu spielen. Ist natürlich auch immer ein Schuss Ehrgeiz im Spiel."
Wie sind Sie das Planspiel angegangen?
Alexander Meissner: "Ich habe gemeinsam mit einem Kommilitonen gespielt. Am Anfang der Spielrunden haben wir immer eine grundsätzliche Strategie festgelegt – die lautete in etwa: Wir möchten jede Runde die Preise um 5 bis 10 Prozent senken und eine Kapitalrentabilität von X erreichen. Dabei wollten wir das Technologie-Level leicht über dem Wettbewerbsschnitt halten.
Dann sind wir in die operative Planung für jede Runde eingestiegen. Wir haben uns nach und nach Excel-Tools aufgebaut und natürlich auch ein Gefühl für das Spiel entwickelt."
Gab es während des Planspiels besonders schwere Entscheidungen?
Alexander Meissner: "Klar. Gerade das Handeln unserer Wettbewerber hat uns als große Unbekannte ständig umgetrieben. Auch die strategische Festlegung für die nächsten Runden war eine Herausforderung. Aber das macht ja auch den Spaß aus."
Gab es ein besonders einprägsames Ereignis während des Planspiels?
Alexander Meissner: "Es gab einige emotionale Momente. Besonders während und nach dem Finale. Während des Finales galt es, zwei Cases zu bearbeiten. Das für sich war schon eine Herausforderung und vor der Präsentation waren wir schon sehr aufgeregt. Umso glücklicher waren wir über den zweiten Platz. Auf meinem Studien- und Berufsweg kann ich mich an keinen Moment erinnern, in dem ich mich mehr gefreut habe."
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von Jörg Peter am 04.06.2009 - 15:13 UhrNun wäre ein Statement eines Teilnehmers, der nicht so weit nach vorne kam - mindestens ergänzend - sehr aufschlussreich.


