Werner-Bonhoff-Preis
Was machen Unternehmer, die in Schwierigkeiten mit den Behörden geraten? Sie nehmen es hin. Oder sie melden sich bei der Werner-Bonhoff-Stiftung. Die Stiftung sammelt Fälle von Unternehmern und bürokratischen Hürden. Das Ziel: eine Verbesserung im Umgang mit bürokratischen Hürden.
Auf jedes Ende folgt ein Anfang
Werner Bonhoff – Namensgeber der Stiftung – war ein dynamischer, ehrgeiziger und risikofreudiger Unternehmer. Am 12. Februar 2000 stürzte er am Steuer einer Sportmaschine ab und verunglückte tödlich.
Doch sein Wunsch nach mehr unternehmerischem Verständnis auf Seiten der Verwaltung überlebte: Anfang 2002 wurde die Werner-Bonhoff-Stiftung geboren. "Die Stifterin, Werner Bonhoffs Mutter, wünschte sich, dass möglichst viele Menschen Unternehmer werden. Dies bringe die Menschen dazu, selbst die Verantwortung und deren Folgen zu tragen - und dies sei gut für die Gesellschaft," sagt Till Bartelt, Vorstand der Stiftung, im Interview mit biz-AWARDS.
Unternehmer lernen von Unternehmern
Oft seien Behörden allein mit der Fülle der Regelungen überfordert. Dies sei insbesondere für Kleinunternehmer gefährlich, da diese meistens über keine eigenen Rechts- oder Steuerabteilungen verfügten. "Wir wollen für den unternehmerischen Nachwuchs eine Brücke schlagen", so Bartelt.
Dabei ginge es aber nicht um Geldgeschenke. Sinnvoll sei die Herstellung von Transparenz im Paragraphen-Dschungel Deutschland. "Die meisten Unternehmer in Deutschland sind eben nicht Großunternehmer", sagt Bartelt.
Und genau dieser unternehmerische Nachwuchs könne von den Erfahrungen anderer Unternehmer profitieren – von positiven und negativen.
Fallbeispiele als Chance
Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes stehe das Sammeln von "Fehlermeldungen". So bezeichnet Till Bartelt die Fälle der Unternehmer, die erfolgreich und legal mit bürokratischen Hürden gerungen haben.
Aus diesem Grund seien alle Unternehmer aufgefordert, ihre Erfahrungen zu schildern. Dies könne jeder mit Hilfe eines Online-Formulars tun.
Alle Fallbeispiele fließen automatisch in ein Forschungsprojekt. In Kooperation mit Professoren der Humboldt-Universität zu Berlin werden diese Fallbeispiele analysiert und auf der Homepage der Stiftung veröffentlicht – letzteres nur mit Einwilligung des Absenders.
Auch die Verwaltung profitiert
Laut Bartelt ziehen aber nicht nur die Unternehmer einen Nutzen aus den Erfahrungen: "Im besten Fall ändert sich durch die Ausleuchtung der Probleme auch etwas am Verwaltungsapparat."
Dies sei der Idealfall, aber nicht das eigentliche Ziel der Stiftung. "Transparenz und ein Beitrag zur Verbesserung des unternehmerischen Nachwuchses im Umgang mit bürokratischen Hürden seien wirklich wichtig", sagt Bartelt.
Deshalb will das Projekt möglichst viele Fälle online stellen. Jeder Fall sei ein Problem. Und für jeden Fall gebe es auch eine Lösung.
Ein Preis, bei dem der Gewinn nicht das Wichtigste ist
Eines haben alle Fälle gemeinsam: Ihre Absender sind automatisch Bewerber für den Werner-Bonhoff-Preis.
Der Preis wird einmal im Jahr vergeben. Geehrt werden Unternehmer, die sich erfolgreich und legal gegen eine bürokratische Hürde gewandt haben. Mit dem Preis würden die Erfahrungen noch mehr in die Öffentlichkeit gerückt, so Bartelt.
Sicher meldeten sich auch Bewerber wegen des Preisgeldes in Höhe von 100.000 Euro. "Der größte Gewinn ist aber immer noch eine Verbesserung der Erfolgschancen des unternehmerischen Nachwuchses." Und dabei sind laut Bartelt alle "Fehlermeldungen" willkommen: "kleine und große".
(js)
Mehr Informationen zum Werner-Bonhoff-Preis finden Sie im Wettbewerbseintrag.
Bürokratische Hürden überwinden

Till Bartelt
Auf jedes Ende folgt ein Anfang
Werner Bonhoff – Namensgeber der Stiftung – war ein dynamischer, ehrgeiziger und risikofreudiger Unternehmer. Am 12. Februar 2000 stürzte er am Steuer einer Sportmaschine ab und verunglückte tödlich.
Doch sein Wunsch nach mehr unternehmerischem Verständnis auf Seiten der Verwaltung überlebte: Anfang 2002 wurde die Werner-Bonhoff-Stiftung geboren. "Die Stifterin, Werner Bonhoffs Mutter, wünschte sich, dass möglichst viele Menschen Unternehmer werden. Dies bringe die Menschen dazu, selbst die Verantwortung und deren Folgen zu tragen - und dies sei gut für die Gesellschaft," sagt Till Bartelt, Vorstand der Stiftung, im Interview mit biz-AWARDS.
Unternehmer lernen von Unternehmern
Oft seien Behörden allein mit der Fülle der Regelungen überfordert. Dies sei insbesondere für Kleinunternehmer gefährlich, da diese meistens über keine eigenen Rechts- oder Steuerabteilungen verfügten. "Wir wollen für den unternehmerischen Nachwuchs eine Brücke schlagen", so Bartelt.
Dabei ginge es aber nicht um Geldgeschenke. Sinnvoll sei die Herstellung von Transparenz im Paragraphen-Dschungel Deutschland. "Die meisten Unternehmer in Deutschland sind eben nicht Großunternehmer", sagt Bartelt.
Und genau dieser unternehmerische Nachwuchs könne von den Erfahrungen anderer Unternehmer profitieren – von positiven und negativen.
Fallbeispiele als Chance
Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes stehe das Sammeln von "Fehlermeldungen". So bezeichnet Till Bartelt die Fälle der Unternehmer, die erfolgreich und legal mit bürokratischen Hürden gerungen haben.
Aus diesem Grund seien alle Unternehmer aufgefordert, ihre Erfahrungen zu schildern. Dies könne jeder mit Hilfe eines Online-Formulars tun.
Alle Fallbeispiele fließen automatisch in ein Forschungsprojekt. In Kooperation mit Professoren der Humboldt-Universität zu Berlin werden diese Fallbeispiele analysiert und auf der Homepage der Stiftung veröffentlicht – letzteres nur mit Einwilligung des Absenders.
Auch die Verwaltung profitiert
Laut Bartelt ziehen aber nicht nur die Unternehmer einen Nutzen aus den Erfahrungen: "Im besten Fall ändert sich durch die Ausleuchtung der Probleme auch etwas am Verwaltungsapparat."
Dies sei der Idealfall, aber nicht das eigentliche Ziel der Stiftung. "Transparenz und ein Beitrag zur Verbesserung des unternehmerischen Nachwuchses im Umgang mit bürokratischen Hürden seien wirklich wichtig", sagt Bartelt.
Deshalb will das Projekt möglichst viele Fälle online stellen. Jeder Fall sei ein Problem. Und für jeden Fall gebe es auch eine Lösung.
Ein Preis, bei dem der Gewinn nicht das Wichtigste ist
Eines haben alle Fälle gemeinsam: Ihre Absender sind automatisch Bewerber für den Werner-Bonhoff-Preis.
Der Preis wird einmal im Jahr vergeben. Geehrt werden Unternehmer, die sich erfolgreich und legal gegen eine bürokratische Hürde gewandt haben. Mit dem Preis würden die Erfahrungen noch mehr in die Öffentlichkeit gerückt, so Bartelt.
Sicher meldeten sich auch Bewerber wegen des Preisgeldes in Höhe von 100.000 Euro. "Der größte Gewinn ist aber immer noch eine Verbesserung der Erfolgschancen des unternehmerischen Nachwuchses." Und dabei sind laut Bartelt alle "Fehlermeldungen" willkommen: "kleine und große".
(js)
Mehr Informationen zum Werner-Bonhoff-Preis finden Sie im Wettbewerbseintrag.
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