Dies und Das
'Scheiß-Internet-Preis' verliehen
Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten geht an Wiener Grünen
Im Herbst 2008 schimpfte ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz auf das "scheiß Internet". Anlass genug für ein Wiener Künstler-Kollektiv, den "Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten" in Leben zu rufen. Die Preisträger 2009 stehen nun fest.
Das Künstler-Kollektiv "monochrom" überreichte die Negativ-Preise am 14. November 2009 im Rahmen einer feierlichen Gala im Wiener Figurentheater. Ausgezeichnet wurden "kommunikationstechnologiefeindliche und kulturpessimistische Distinktionsgewinnler", die im vergangenen Jahr mit Worten und Taten "völlig unqualifizierte Statements gegen das Informationszeitalter" abgeliefert haben.
Sieg für "ignoranten Parteikader"
Der Sieg 2009 ging an die Wiener Grünen für ihre "missglückte politische Kommunikation im Netz und das Verpassen einer einmaligen Chance". Die Begründung der Jury: "Ignoranter Parteikader" habe die Chance vergeben, im Umgang mit neuen Formen netzgestützter Bürgerbeteiligung eine Vorreiterrolle im österreichischen Parteienspektrum einzunehmen.
Die Folge: eine "multidimensionale politische Havarie, wo politische Motivation erdrückt, Begeisterung erstickt und Gestaltungswillen ausgedämpft wird".
Auf der Nominierungsliste 2009 fanden sich unter anderem die Unternehmen Jako und Jack Wolfskin, die zuletzt mit juristischen Klagen gegen Blogger in die Schlagzeilen geraten waren. Nominiert war zudem der österreichische Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel für sein "Lebenswerk in der Bereitung internetfreier Minuten": Er habe die von ihm ungeliebte Internetgeneration mit einer miserablen Telekom-Regulierungspolitik abgestraft.
Weitere Informationen zum Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten 2009 erhalten Sie unter www.monochrom.at.
Das Künstler-Kollektiv "monochrom" überreichte die Negativ-Preise am 14. November 2009 im Rahmen einer feierlichen Gala im Wiener Figurentheater. Ausgezeichnet wurden "kommunikationstechnologiefeindliche und kulturpessimistische Distinktionsgewinnler", die im vergangenen Jahr mit Worten und Taten "völlig unqualifizierte Statements gegen das Informationszeitalter" abgeliefert haben.
Sieg für "ignoranten Parteikader"
Der Sieg 2009 ging an die Wiener Grünen für ihre "missglückte politische Kommunikation im Netz und das Verpassen einer einmaligen Chance". Die Begründung der Jury: "Ignoranter Parteikader" habe die Chance vergeben, im Umgang mit neuen Formen netzgestützter Bürgerbeteiligung eine Vorreiterrolle im österreichischen Parteienspektrum einzunehmen.
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