Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft

Sieg für die Leber



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Diese Skulptur wartete auf die Sieger.
Leben rettende Leberzellen, ein superflacher Akku und ein Wasserfilm für den schärferen Blick: Die Sieger des diesjährigen Innovationspreises überzeugten mit Lösungen für Life Science, MP3-Player und Chipherstellung.


Der Wirtschaftsclub Rhein-Main e.V. und die Wirtschaftswoche verliehen den Preis am 20. Januar in der Alten Oper Frankfurt.

Leberzellen retten Leben

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Tiefgekühlt halten auch Leberzellen länger. (Foto: Wirtschaftsclub Rhein-Main)
Die beste Innovation eines StartUps stammt von Cytonet. Die GmbH entwickelte aus Leberzellen ein Zellpräparat, das bei der Behandlung schwerer Lebererkrankungen und Stoffwechseldefekten eingesetzt wird.

Bei akutem Leberversagen soll die Leberzellsuspension eine Transplantation vermeiden und die Heilung ohne operativen Eingriff ermöglichen. Bei Kindern mit angeborener Stoffwechselstörung kann das Leberfunktionsdefizit langfristig ersetzt werden – womit Hirnschäden infolge einer Transplantation vermieden werden.

Leicht, robust und platzsparend
Sieger in der Kategorie "Mittelstand" wurde die Varta Microbattery GmbH. Der Batteriehersteller entwickelte eine Kunststoffbatterie, Eigenname PoLiFlex, für einen Marken-MP3-Player.

Die neue Lithium-Polymer-Batterie muss nach frühestens acht Stunden wieder ans Stromnetz und lässt sich bis zu 1000 Mal wiederaufladen. Durch die Verwendung von Polymeren ist die Batterie nur noch zwei Millimeter dick, sehr leicht und lässt sich so direkt hinter dem Display des Players einsetzen.

Die Idee für die neue Microbatterie kam vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen.

Wasserfilm steigert die optische Auflösung
Mit der Immersionsoptik "Starlith 1700i" holte sich die Carl Zeiss SMT AG den ersten Platz bei den Großunternehmen.

Die Immersion steigert die optische Auflösung kleinstmöglicher Strukturen auf einem Mikrochip um bis zu 30 Prozent. Die Methode basiert auf einem Wasserfilm zwischen Objektiv und Wafer sowie einem Optikdesign aus Linsen und Spiegeln. Mit der verbesserten Auflösung lassen sich auf einem Mikro-Chip leistungsfähigere Schaltkreise integrieren.

Zu wenig Vermarktung

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Ort der Verleihung: Die Alte Oper in Frankfurt. (Foto: Wirtschaftsclub Rhein-Main)
Auf der Gala in Frankfurt gab es aber auch kritische Stimmen zu hören. So bemängelte das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln: "Aussichtsreiche Erfindungen in Deutschland werden zu selten zu marktreifen Produkten weiterentwickelt."

Zwar sei Deutschland im internationalen Vergleich mit 69 angemeldeten Patenten je einer Million Einwohner Spitze. Am deutschen Ausfuhrwert hätten die Güter der Spitzentechnologie jedoch nur einen Anteil von 18,5 Prozent. Top-Technologieexporteur Irland komme hingegen auf gut 55 Prozent.

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